Design Thinking

Wie schafft man es tatsächlich aus Kundensicht zu denken? Das erfahren Sie hier.

Vom Nutzer her gedacht: Design Thinking

Aus Kunden Sicht gedacht, Customer Centricity oder der Kunde ist König. Dies haben wir schon alle oft gehört. Aber wie schafft man es tatsächlich aus Kundensicht zu denken? Hierzu widmen wir uns heute dem Design Thinking. Dabei handelt es sich um einen Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen beitragen und möglichst viel kreatives Potential bei allen Beteiligten freisetzen soll. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht die Anwendersicht. Es geht also darum, den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen und nicht die Lösung oder die Komplexität des späteren Produkts oder Prozesses.

Flexible Innovationsprozesse ermöglichen

Mit Design Thinking lassen sich komplexe Probleme greifbar machen und systematisch Innovationen erarbeiten. So kann Zukunftsfähigkeit auch bei Planungsunsicherheiten sichergestellt werden. Gerade diese Eigenschaft ist wichtig, da sich Produktanforderungen und Prozesse im Rahmen von Projekten häufig ändern. Während der Entwicklung entstehen immer wieder neue Spezifika, die es umzusetzen gilt. Wichtig ist hier, dass Design Thinking eine umfassende Innovationsmethode darstellt. Sie verknüpft analytisches Denken, Kreativität und Empathie miteinander in einem klar strukturierten Prozess. Damit lassen sich innerhalb kurzer Zeit innovative Lösungsansätze erarbeiten. Es geht darum, den Kunden mit Hilfe von Empathie zu verstehen und seine echten Probleme zu lösen. Deshalb ist es bei Design Thinking wichtig, Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem Umfeld zusammenzubringen, und ihre Kreativität zu fördern. Dies stärkt auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Auch können Partner mit in den Design Thinking Prozess eingebunden werden, um wieder andere Sichtweisen zu integrieren.

Verschiedene Phasen

Für diesen Innovationsansatz haben seine Erfinder – hauptsächlich aus dem Umfeld der Universität Stanford – Prozessschritte entwickelt, die sich an der Arbeit von Designern orientieren. Beschreiben lässt er sich als laufender Lernprozess, der in einzelnen Etappen abläuft. Die Einsichten und Erkenntnisse jeder Etappe werden wiederholt, rekapituliert und evaluiert.

 

Verstehen

Im diesem ersten Schritt klärt das Team die Fragestellung und identifiziert relevante Dimensionen des Problems gemeinsam mit dem Projektpartner. Eine gründliche Recherche und die Aufarbeitung zentraler Erkenntnisse aus Praxis und Forschung sind dabei zentral. Sekundäranalysen, erste Expertengespräche und Nutzermeinungen liefern wichtige Erkenntnisse.

Beobachten

In der Phase des Beobachtens nähert sich das Team dem Problem aus der Perspektive der Nutzer. Dazu werden die Vorstellungs- und Lebenswelten, Nutzungskontexte, Erwartungen und Erfahrungen des Nutzers mithilfe verschiedener, vor allem qualitativer, Erhebungsmethoden untersucht. Die Ergebnisse werden in sogenannten „Insights“ verdichtet, mit denen sich Muster erkennen und Typen bilden lassen.

Standpunkt definieren

In dieser Phase werden die Ergebnisse aus den vorangegangenen Prozessschritten zusammengefasst und ein konzeptioneller Rahmen für die Lösung entwickelt. Daraus ergibt sich ebenfalls eine spezifische Zielgruppendefinition.

Ideen entwickeln

Mit Hilfe verschiedener Brainstormingmethoden werden zahlreiche Ideengeneriert, zusammengefasst und geclustert. Dabei gilt es, aus unternehmerischer und organisationaler Perspektive die Ideen zu identifizieren, die sich einfach und effizient umsetzen lassen. Die Nutzerperspektive priorisiert Ideen nach der voraussichtlich höchsten Wertschätzung. Darüber hinaus wird der visionäre Blick in die Zukunft gewagt.

Prototypen bauen

Nun werden die Ideen umgesetzt, die eine innovative Problemlösung für die Zukunft darstellen. Die Prototypen können unterschiedliche Formen haben: neue Produktentwicklungen, Service Designs, Geschäftsmodelle oder neue Formen der Zusammenarbeit. Mehrschichtige Lösungsvorschläge mit unterschiedlicher Komplexität können entstehen, auf ihrer Grundlage lässt sich das optimale Design entwickeln. Der Prototyp macht den Lösungsansatz direkt erlebbar und einfacher zu kommunizieren.

Testen

Testen der Prototypen mit dem Nutzer, um Feedback zu sammeln und die Erkenntnisse durch Abstimmung mit Experten und Auftraggebern zu verfestigen. Die Lösungsideen werden anhand eines oder mehrerer Prototypen dokumentiert.

Geschafft

Sind diese Schritte absolviert, werden die Ergebnisse verfeinert und es kann ein optimal an den Nutzerinteressen orientiertes Produkt entstehen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? 

Wir laden Sie ein mit uns einen Produktworkshop nach der Design Thinking Methode zu machen.
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Ihr Ansprechpartner

Andreas Klodt-Sauerwein

Vertriebsleiter Banken & Kooperationen Deutschland

Telefon: + 49 (0) 2131 2010-7007